Home Rückblick 2012 01.06. - 03.06.2012 - KAB-Fahrt nach Bremen
01.06. - 03.06.2012 - KAB-Fahrt nach Bremen PDF Drucken E-Mail

KAB St. Dionysius besucht die Bremer Stadtmusikanten.

Am Freitag den 01.06.2012 konnte unsere Reiseleiterin, Hedwig Wuttke, 40 Reiselustige zur diesjährigen KAB-Fahrt nach Bremen begrüßen. Stefan, unser Fahrer des komfortable Reisebusses, hat die Koffer verstaut und mit dem Segen, unseres  Pfarrers Burkhard Hoffmann, ging die Reise bei kühlem aber trockenem Wetter und guter Stimmung um 8:00 Uhr los. Hedwig begrüßte uns mit einer „Runde Haribo". Im Bus wurden dann leckere Frühstücksbrötchen von fleißigen Mitreisenden für die Kaffee- Pause geschmiert. Gegen 10:00 Uhr fuhren wir gestärkt weiter. ...

Nach der Ankunft in Bremen wurden wir um kurz nach 12:00 Uhr im Marmorsaal der Lloyd Rösterei, der von Ludwig Roselius in Auftrag gegeben wurde, empfangen. Bei einem Vortrag über die Länder, das Wachsen, das Pflücken und das Trocknen des Kaffees in den Ursprungsländern bis zum Rösten der Bohnen in Deutschland. Anschließend fand in dem Verkaufsraum eine Verkostung und das Rösten einer Charge statt. Ludwig Roselius gründete 1906 die Kaffeerösterei. Er erfand den Kaffee Hag (der erste koffeinfreie Kaffee) und ließ sich die Erfindung patentieren. Zu seinen Ideen gehörte der Rettungsring, "das Logo von Kaffe Hag" und die erste Fließband-Produktion. Von Roselius wurden die ersten Vertreter zu den Kaufleuten im Land, später auch in andere Länder geschickt. Der "Bremer-Kaffee-König" war Kunstmäzen und Retter der Boettcher Straße. Er richtete in einem Haus von" Anno 1588" das Roselius Museum ein. Er starb 1946.

Im Bus ging es dann in die Stadt Bremen, wo uns eine Stadtführerin erwartet

Zu Fuß ging es zum Rathaus, ein Bau errichtet (Anno 1405-1410) im Weser-Renaissance-StilRathaus Bremen

, vorbei an den Bremer-Stadt-Musikanten zumBremer StadtmusikantenRoland Bremen

St. Petri Dom, er ist dreischiffig und hat 5 Orgeln, darunter eine Silbermann Orgel.St. Petri Dom Bremen

Drehspiel Bremen In Bremen war Weinfest und auf dem Marktplatz eine Musikbühne aufgebaut. Wegen der lauten Musik  haben wir den 607 Jahre alten Roland schnell verlassen und sind in die Böttcher Straße gegangen, zum gerade laufenden Dreh- u. Glocken- spiel der 30 Glocken aus Meißener Porzellan.

Dreh- und Glockenspiel Bremen

Das „Schnoor - Viertel", ist benannt nach seinen Bewohnern, den Seilern und Schnurdrehern. Die Straßen mit den Häuser aus dem 15.-18. Jahrhundert sind schnurgerade und liegen wegen der Tide 4m tiefer als die Neustadt.

Kunst, Antiquitätenläden und nette Lokale sind hier angesiedelt.

Im Anschluss fuhren wir ins Hotel, bezogen unsere Zimmer und trafen uns beim Abendessen wieder.

Am Samstag, den 02.06.2012, ging es nach dem Frühstück nach Bremerhaven. Der Stadtführer erklärte uns den alten und den neuen Hafen, dessen Land an der Weser, die Stadt Bremen vom Kurfürstentum Hannover kaufte, als ihr Hafen versandete.

Bremerhafen - Alter Hafen

Im Jahr 1827 wurde mit dem Bau des neuen Hafens begonnen. Die Arbeiter waren größtenteils aus Holland. Sie hatten weder Wohnungen noch Unterkünfte. So entstand nebenbei die Stadt „Bremerhaven“.1830 fuhren die ersten Schiffe. Heute liegt hier die Museumsflotte.In Bremerhaven werden heute Autos, ganze Züge, Container, Kühlwaren und in Teilen Offshore - Windräder umgeschlagen. Zum Aufstellen der Windräder gibt es besondere Schiffe.

Bremerhafen _ Hafen

Vom Aussichtsturm im Hafen ging es zum Deutschen Auswanderer Haus.

Im Deutschen Auswanderer Haus steht eine riesige Wand aus einer eisernen Bordwand. Der Raum war erfüllt von dem Geräusch anschlagender Wellen, sowie das Gemurmel der am Kai wartenden Auswanderer. Es vermittelte ein beklemmendes Gefühl und eine Ahnung, wie es den Menschen im Jahr 1830 bei ihrer Auswanderung zu Mute war.


In der 3. Klasse waren die Räume ohne Tageslicht, mit 6 Etagenbetten, ob Väter, Mütter, Kinder, alle zusammen. Dort musste alles geregelt werden: Schlafen, Essen usw.
Die 1. Klasse war feudal.

Einige Schicksale der 7 Millionen Auswanderer, zwischen 1830-1974, waren dokumentiert, durch alte Papiere oder Besuche in der alten Heimat.

Jeder konnte nach der Begehung über Freizeit verfügen.

Wir machten uns anschließend auf den Weg nach Worpswede, das vor 200 Jahren gegründete Dorf der Künstler: Otto und Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogler, Fritz Mackensen und Rainer Maria Rilke.

Nach dem Abendessen im Hotel gingen einige noch mal in die Stadt, in einem netten Lokal im "Schnoor - Viertel", trafen wir uns wieder.
Am Sonntagmorgen ging' s zum letzten Event, auf ein Schiff' auf der Weser. Bis zur See braucht die Weser noch 100 km.
Wir fuhren am Weser – Tower, der 82 m hoch ist, Firma Kelloggs, der Brauerei Becks, der Jugendherberge und der Ess- und Flanier-Meile Schlachte vorbei.

Zurück am Anleger. Danach sind wir noch mal in die Stadt geströmt, die Koffer waren schon im Bus.
Auf der Rückfahrt hat uns unser Boardinggirl wieder gut versorgt.