Home Rückblick 2013 07.06. - 09.06.2013 - Bericht über die KAB-Fahrt nach Flandern
07.06. - 09.06.2013 - Bericht über die KAB-Fahrt nach Flandern PDF Drucken E-Mail

KAB St. Dionysius erkundet Antwerpen und Flandern.

Am Freitag, den 07.06.2013, konnte unsere Reiseleiterin, Hedwig Wuttke, 39 Reiselustige zur diesjährigen KAB-Fahrt nach Antwerpen, Gent, Brügge und Brüssel begrüßen. Mike, unser Fahrer des komfortablen Reisebusses, hatte die Koffer verstaut und mit dem Segen, unseres  Kaplans Florian Ganslmeier, ging die Reise bei schönem Wetter und guter Stimmung um 9:15 Uhr los. Um 10.30 Uhr schritt das Brötchenkommando zur Tat und um 11.30 Uhr wurde große Pause
gemacht. Danach fuhren wir gestärkt weiter. ...

Nach der Ankunft um 13.00 Uhr in Antwerpen wurde im Hotel Sir Plantin eingescheckt und schon ging es los zur Stadführung Antwerpen.
Antwerpen
ist eine Hafenstadt in Belgien und Hauptstadt der Provinz Antwerpen. Die Stadt liegt im Norden Belgiens in der Region Flandern und ist mit 502.604 Einwohnern (1. Januar 2012) die größte Stadtgemeinde des Landes. Die Stadtregion Antwerpen ist nach der Region Brüssel die größte in Belgien.
Von großer internationaler Bedeutung ist Antwerpen durch seinen Seehafen, den drittgrößten Europas, sowie als weltweit wichtigstes Zentrum für die Verarbeitung und den Handel von Diamanten. Antwerpen war im 15. und 16. Jahrhundert eine der größten Städte der Welt, zeitweise die wichtigste Handelsmetropole Europas und als bedeutendes kulturelles Zentrum Wirkungsstätte von Künstlern, wie Peter Paul Rubens.

Die folgende Stadttour ging zuerst mit dem Bus durch den Scheldehafen, mit ca. 13.700 ha Größe. Wir fuhren am Schloss Karl’s des Großen und dem neuen Gebäude des Gerichts vorbei. Das Gericht hat eine besondere Dachkonstruktion, der Volksmund nennt sie Frittentüten. Zu Fuß ging es dann durch den alten Teil von Antwerpen. Der Marktplatz mit dem Rathaus ist eingerahmt von Giebelhäusern verschiedener Baustile.

Rathhaus

Stadthaeuser

Liebfrauen Kathedrale

Weiter führte uns der Weg zur gotischen Liebfrauenkathedrale, die durch die Franzosen geplündert wurde. Am Portal ist das letzte Urteil des Künstlers Weber dargestellt (16.Jahrh.).
Eine Straße "Zum Groten Pieter" wurde benannt nach einem Antwerpener Bürger, der nach Palästina ausgewandert war und mit 500 Schiffen voll beladen zurück kam.

Der Bahnhof ist ein ehemaliger Kopfbahnhof, im ekleklizistischem Stiel erbaut.

Am Samstag, den 08.06.2013, fuhren wir nach dem Frühstück zuerst nach Gent.
Gent (Ganda = Keltischer Name) wurde, anhand von archäologischen Funden schon in der Stein- u. Eisenzeit besiedelt. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Schelde (365 km lang) und Leie. Sie hat durch die Holländer Anschluss an die Nordsee bekommen. Gent ist nach Brüssel und Antwerpen die drittgrößte Stadt Belgiens und hat bei einer Fläche von 156,18 km² 243.366 Einwohner (2010).

Burg Gravenstein

Die Burg Gravenstein ist noch gut erhalten (Waffen, Gerichtsmuseum, Folterkammer).
Gent wird auch die Blumenstadt Ostflanderns genannt. Es wurde mit Tuch und Getreide gehandelt.
Die Zünfte hatten ihre eigenen Häuser. Das schönste ist das der Steinmetze. Es steht an der Michaels-Brücke, von der man die 3 Türme sehen kann,
den Belfried, die Nikolaus - Kirche und die St. Baafs - Kathedrale.

Belfried Gent

Danach ging es mittags weiter nach Brügge.
Brügge ist die Hauptstadt und mit 117.170 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012), die größte Stadt der Provinz Westflandern in Belgien. Außerdem ist Brügge Bischofssitz der römisch-katholischen Kirche für das Bistum Brügge.
Diese alte Stadt aus dem 7. Jahrhundert mit ihren Kanälen und mittelalterlichen Häusern ist wirklich etwas Besonderes. Zu Recht seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe. Hier sollte nur den Belfried, das alte Hospital und das wunderschöne Rathaus erwähnt werden.

Belfried Brügge

Im Jahre 1717 gründeten die apostolischen Schwestern eine Schule, in der das Klöppeln erlernt werden konnte, aber als das Zeitalter der Industrialisierung begann, spielte die feine Handarbeit plötzlich keine Rolle mehr und geriet in Vergessenheit. Erst mit der Eröffnung des Spitzenzentrums 1970, wurde die Kunst des Klöppelns wieder aufgenommen. Wie Klöppelspitzen entstehen, konnten wir mit eigenen Augen dort sehen. Seit 1970 werden in diesem Haus Klöppelspitzen von Hand hergestellt. Heute allerdings werden die meisten Spitzen in Indien von Kindern, oder maschinell, hergestellt. Sehenswert war auch die zum Haus gehörende Kapelle, eine Nachbildung der alten Grabeskirche und des hl. Grabes in Jerusalem. Rathaus Brügge
Am Sonntagmorgen, den 08.06.2013, fuhren wir nach dem Einladen der Koffer nach Brüssel.
Brüssel 996 erstmals urkundlich erwähnt und im Mittelalter zur Hauptstadt des Herzogtums Brabant aufgestiegen. Brüssel wurde mit der Unabhängigkeit Belgiens 1830 zu dessen Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Belgien erhoben. Ferner haben dort mehrere territoriale bzw. gemeinschaftliche Institutionen ihren Sitz.
  • Sie ist Hauptort der Region Brüssel-Hauptstadt selbst.
  • Sie ist Sitz der Französischen Gemeinschaft Belgiens, während die Region Wallonien ihren Sitz in Namur hat.
  • Die Organe der Region Flandern und der Flämischen (niederländischsprachigen) Gemeinschaft sind fusioniert und haben ihren Sitz ebenfalls in der Stadt Brüssel.

Zudem stellt die Stadt den Hauptsitz der Europäischen Union sowie den Sitz der NATO, ferner den des ständigen Sekretariats der Benelux-Länder und von EUROCONTROL dar.

Die 1. Station unserer Stadtrundfahrt war das Atomium. Auf der grünen Wiese steht die KAB herum, macht die schönsten Bilder vom Atomium.
Dann ging es vorbei an den Schlössern des Königs, historischen Gebäuden und gigantischen Hochhäusern, an Regierungsgebäuden und dem Europaparlament, zum großen Markt. Wir bewunderten das alte Rathaus und die vielen schönen, alten Zunfthäuser. Sehr interessant war auch das Schokoladenmuseum, in dem wir einiges über die Herkunft, und die Herstellung von Kakao und Schokolade erfuhren.

Atomium

Rathaus Bruessel

Bevor wir am Nachmittag Richtung Heimat fuhren, machten wir noch eine Stadtrundfahrt der besonderen Art. Aber dann fand unser Busfahrer den Weg zur Autobahn doch noch und er brachte uns heil wieder nach Hause.
Alle waren sich einig, es war eine schöne und gelungene Reise.