07. - 10.09.2006 - KAB Fahrt nach Dresden, eine starke Tour

Versehen mit dem Reisesegen durch Kaplan Kürbig machten sich 44 Reiselustige auf die diesjährige KAB-Tour vom 07.09. - 10.09.2006 nach Dresden.Die erste Etappe führte uns am 07.09.2006 in die Messestadt Leipzig...

Auerbachs KellerEine engagierte Stadtführerin zeigte uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie das imposante Bahnhofsgebäude, das Reichsgericht und das neue Rathaus, Auerbachs Keller, wo Goethe seinen Faust mit Mephisto auf einem Fass hinaus reiten ließ, und die Thomaskirche, wo Bach 27 JahreLeipzig - Völkerschlachtdenkmal als Thomaskantor wirkte. Wagner wurde hier geboren, Schumann studierte und Mendelssohn starb in Leipzig. Wir gingen durch Specks Hof, eine der alten, zauberhaft hergerichteten Passagen aus der Messezeit, und kamen zur Nikolaikirche. In dieser prächtigen Kirche trafen sich zum Montagsgebet unzufriedene Bürger der DDR, die 1989 den Umbruch auslösten.
Mit dem Bus ging es weiter zum Völkerschlachtdenkmal vor den Toren der Stadt. Das 90m hohe Monument wurde anlässlich des 100. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig vom deutschen Kaiser Wilhelm II am 18. Oktober 1913 eingeweiht. Es soll an die Völkerschlacht im Oktober 1813 erinnern, in der Napoleons Gewaltherrschaft über Europa gebrochen wurde.
Am Abend erreichten wir unser komfortables Quartier in Dresden / Freital.

Am nächsten Morgen, dem 08.09.2006, ging es auf Stadtrundfahrt durch das 500.000 Einwohner zählende Dresden, auch Elbflorenz genannt.Dresden - Semperoper
Unsere Fahrt führte uns durch die Altstadt, das Villenviertel Blasewitz vorbei an der Elbe mit einem Blick auf die drei Elbschlösser, Schloss Albrechtsberg, die Villa Stockhausen und Schloss Eckberg. Es folgte eine Führung durch die Semperoper. Die Sächsische Staatsoper Dresden wurde 1841 am jetzigen Standort gegründet. Das Bauwerk wurde in seiner Geschichte zweimal zerstört. Beeindruckend bot sich das Innere des Renaissancebauwerks, welches nicht nur im eigentlichen Theaterraum, sondern auch in den Vorräumen und Gängen; die Charakteristik eines Theaters widerspiegelte.
Nach einer kleinen Stärkung am Elbufer stand zunächst eine Führung durch den Dresdener Zwinger auf dem Programm. Von 1710 bis 1728 gab Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke) die ersten Bauten in Auftrag. Die Anlage präsentiert sich heute mit ihrem weiten Innenhof, den verschiedenen Pavillons, den Bogengalerien und dem Galeriebau als harmonische Einheit. Dresden - Frauenkirche
Weiter zogen wir an dem 102 Meter langen „Fürstenzug“ an der Nordwand des Stallhofes vorbei, auf dem aus 24.000 fugenlos gesetzten Meißener Porzellankacheln die 35 überlebensgroßen Figuren der Fürsten und Könige des sächsischen Herrscherhauses Wettin abgebildet sind, zur Hauptsehenswürdigkeit Dresdens, der Frauenkirche.Die Frauenkirche stellt einen der Höhepunkte des protestantischen Kirchenbaus in Sachsen und ein Meisterwerk des europäischen Barocks dar. Unter Leitung des Baumeisters George Bähr wurde der monumentale Zentralbau zwischen 1726 und 1743 errichtet. Im Februar 1945 zerstört, wurde die eindrucksvolle Ruine zum Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. 1994 begann der Wiederaufbau. Unter Verwendung der geborgenen Bauteile ist die Frauenkirche in archäologischer Rekonstruktion neu entstanden. Am 30.10.2005 wurde Sie als Ort des Glaubens, der Hoffnung und der Begegnung wieder geweiht.
Mit dem Besuch der Hofkirche, der katholischen Kathedrale des Bistums Dresden/Meißen und dem größten Kirchenbau Sachsens, endete unsere Stadtführung. Sehenswert sind im Inneren u.a. die Silbermannorgel, die vier Grufträume mit 49 Sarkophagen katholischer Herrscher Sachsens sowie das Herz „August des Starken“, dessen Leib in Krakau ruht.

Einen Blick auf den „schönsten Milchladen der Welt“ konnten wir auf der Fahrt zum Hotel nur erhaschen.

Der Abend stand zur freien Verfügung. Einige nutzten die Zeit zum Besuch eines Hofkonzertes im Innenbereich des Zwingers. Der andere Teil der Gruppe erkundete die Brühlschen Terrassen, den größten Balkon Europas und den Sophienkeller im Taschenbergpalais.
Am nächsten Tag, dem 09.09.2006, ging es pünktlich auf Fahrt in die nahe gelegene Sächsische Schweiz mit dem berühmten Elbsandsteingebirge. Wir erfuhren, dass die Eisenhaltigkeit des Sandsteins verantwortlich für die dunkle Färbung der Bauwerke ist, die zum großen Teil aus diesem errichtet wurden.
Vorbei ging es am „Blauen Wunder“ Dresdens; eine Hängebrücke als Stahlfachwerkkonstruktion zwischen Loschwitz und Blasewitz.. Die 1891 bis 1893 errichtete Brücke galt seinerzeit als technisches Wunderwerk und verdankt ihrem hellblauen Anstrich ihren Namen. Die 1898 bis 1901 erbaute Schwebebahn, gilt als älteste der Welt und bringt den Fahrgast in viereinhalb Minuten den Berg hinauf zur „Schönen Aussicht“.
Unser erstes Tagesziel hieß Schloss Pillnitz, die einstige Sommerresidenz des sächsischen Hofes. Eingebettet in eine geometrische Gartenanlage gruppiert sich das Wasser- und Bergpalais mit ihren geschweiften Dächern, hohen Schornsteinen und den „chinoisen Fassadenbemalungen“.
Sachsen - Elbtal
Sachsen - BasteifelsenWir setzten unsere Reise zum mitten im Elbsandsteingebirge gelegenen Bastei- felsen fort. 194 Metern über der Elbe genossen wir von der Bastei aus den herrlichen Blick auf die Tafelberge und zerklüfteten Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz. Im Lokal mit herrlichem Panoramablick stärkten wir uns für die nächste Etappe. 
Nach kurzer Fahrt durchs Gebirge erreichten wir Königstein. Eingebettet in die bizarre Felslandschaft der Sächsischen Schweiz thront weithin sichtbar auf einem Tafelberg die Festung Königstein (361 m über dem Meeresspiegel).Sachsen - Festung Königstein Mit 9,5 ha gehört sie zu den größten Bergfestungen Europas. Entlang der 2200 Meter langen Brustwehr hatten wir eine fantastische Aussicht auf die Sächsische Schweiz. Die Festung Königstein ist ein einzigartiger Zeuge europäischer Festungsbaukunst. Über 750 Jahre Geschichte haben diese Wehranlage zu einem eindrucksvollen EnsembleDampfschii Meissen von Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts werden lassen. 
Die Rückfahrt begann mit einer 1½-stündigen Dampf-schifffahrt von Königstein nach Pirna. Der Raddampfer „Meissen“ (Baujahr 1885) brachte uns mit seiner Dampfmaschine (2 Zylinder) sicher durch den schönsten Abschnitt der Sächsischen Schweiz mit der großen Elbschleife und einem Blick aufwärts zur Bastei.
Von Pirna ging es zurück mit dem Reisebus ins Hotel, wo ein reichhaltiges Abendbuffet auf uns wartete.
Am Abreisetag, 10.09.2006, fuhren wir nach Pirna zu einem Gottesdienst in die Klosterkirche St. Heinrich. Nach dem Gottesdienst nahm sich Pfarrer Büchner die Zeit, uns seine zweischiffige Kirche, Altar Pirnadessen Bau  um 1300 als gotische Klosterkirche von den Dominikanern begonnen wurde, vorzustellen. Die Gemeinde versammelt sich heute um den an der Nordwand aufgestellten Altar. Gruppenbild Fahrt DresdenFriedrich Press schuf 1971/72 eine kraftvolle Altarinsel zum Thema vom guten Hirten. „Ich bin die Tür zu den Schafen. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden“ (Joh 10,16). Das 6 Meter hohe Standkreuz aus Lindenholz versinnbildlicht ebenfalls die Aussage: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe“ (Joh 10,11). Der Künstler wollte Christus nicht darstellen, sondern ein „Glaubenszeichen" setzen.
Pfarrer Büchner bedankte sich nochmals für die Hilfe aus Monheim nach dem Hochwasser und für unseren Gegenbesuch. 
Nach diesen beeindruckenden Worten hatten wir beim Mittagessen, im Brauhaus „Zum Gießer“, Gelegenheit zu weiteren Gesprächen mit dem Pfarrer.

Auf der Rückfahrt nach Baumberg gab es ein einhelliges Resumé: Eine starke Tour!